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Unsere Seminarangebote für dich

In Kürze werden wir hier unsere Seminare für das Jahr 2018 veröffentlichen.

Ausschnitte der Zeitungsartikel

 

Die Kobu-Jitsu-Trainingsgruppe existiert schon fast zwei Jahre. Jetzt fanden die Kampfsportler, die zunächst in Maulburg trainierten und schließlich Kontakt zur Judoabteilung der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) in Schopfheim aufgenommen hatten, bei der TSG eine neue Heimat und gründeten eine eigene Abteilung. Damit bietet sich die Möglichkeit, diesen Kampfsport weiteren Interessenten zugänglich zu machen. Thomas Granzow ist Abteilungsleiter und leitet mit Florian Hein das Training. Beide sind im 1. Dan im Deutschen Kobudo-Verband graduiert. Mit den anderen Kampfsportgruppen aus den TSG-Abteilungen wird ein reger Austausch gepflegt, um Abwechslung in das Training einzubauen. Der Schwerpunkt des Trainings liege auf der Freude an der Bewegung sowie der Erhaltung der Gesundheit und Fitness, mit dem Nebeneffekt, sich bei Bedarf auch verteidigen zu können, so die Kampfsportler. So gut wie alle Muskelgruppen kommen zum Einsatz, und es wird ein hohes Maß an Koordination verlangt.

 

Dass die Technik funktioniert, können die Teilnehmer im Freikampf am Ende ausprobieren. Im richtigen Leben würden die Teilnehmer den Kampf allerdings nur aufnehmen, wenn es tatsächlich zur Verteidigung notwendig wäre. "Im Training wird auch vermittelt, dass Weglaufen und deeskalierende Maßnahmen immer Vorrang haben", sagt einer der Teilnehmer, der zuvor schon zehn Jahre Erfahrung mit Karate gemacht hat. "Kobu-Jitsu ist für jeden Kampfkunst-Trainierenden eine Bereicherung", ist er überzeugt. Im Bodenkampf, der mit den klassischen Jiu-Jitsu-Techniken arbeitet, wird gelernt, wie man sich mit Hilfe effektiver Techniken bei geringem Krafteinsatz aus einer prekären Lage befreit. Trainiert wird auch mit verschiedenen Stockvarianten, dem Tonfa mit einem seitlichen Griff und dem Hanbo, einem kurzen Stock. Damit man sich nicht verletzt, wird eine Schutzausrüstung bestehend aus Handschuhen und Schienbeinpolstern getragen. Pratzen am Arm sind für das Partnertraining gedacht und ähneln in ihrem Zweck einem beweglichen Boxsack mit dem Nebeneffekt, dass auch der haltende Partner trainiert wird und Ansätze von Gegenwehr zeigen kann. Gegenseitiger Respekt und der vorsichtige Umgang der Trainingspartner untereinander ist selbstverständlich. Trainiert werden auch das richtige Fallen und Abrollen, Schlag- und Tritttechniken und einfache aber effiziente Bodenkampftechniken. Die TSG-Sportler sind von der großen Effizienz des partnerbasierten Trainings überzeugt. Sie sehen sich auch als Ergänzung zu den anderen Kampfkünsten, allerdings gibt es kein Graduierungssystem mit Gürtelprüfungen.

Überregional pflegen die Sportler Kontakte zum Ninjutsu in Jena und zu einem Karate/Brazilian Jiu-Jitsu Dojo in Hvide Sande in Dänemark. Zwei mal im Jahr sind gemeinsame Seminare mit Kampfsport-Trainern aus verschiedenen Kampfsportarten geplant. Derzeit sind fünfzehn Sportler in der Trainingsgruppe, die in der Vicemooshalle trainiert.